News & Archiv

aus Neosprech, der Informationsseite über die Sprache des Neoliberalismus

Inhaltsverzeichnis

2008


► Vorschau: 2008: Mont Pelerin Society - General Meeting in Tokio


Die im 2-jährigen Turnus stattfindende Hauptversammlung (General Meeting) der Mont-Pelerin-Gesellschaft (Societé Mont Pelerin)(des wichtigsten Netzwerks neoliberaler Theoretiker und Praktiker) wird im Jahr 2008 unter dem Motto "Technology and Freedom" in Tokio stattfinden. Anlässlich des Treffens wird auch das 60-jährige Bestehen der Organisation gefeiert.resume help (http://www.resumesplanet.com/cv_writing.php)

Siehe auch: http://www.mps2008tokyo.org/

Programm des Treffens (unter Vorsitz von Gary S. Becker):

http://www.mps2008tokyo.org/program/



2007


► Juni: 11. Internationale InkriT - Tagung

Vom 7.-10. Juni findet in Esslingen/Neckar die 11. internationale Tagung des Berliner Instituts für kritische Theorie (http://www.hkwm.de/inkrit/index.html) statt.

Siehe: http://www.hkwm.de/

► Juni: Hayek-Tage 2007 in Potsdam

Die nächsten Hayek-Tage der Friedrich-August-von-Hayek Gesellschaft finden am 7. und 8. Juni 2007 in Potsdam statt. Mit Ausnahme des Festabends und der Mitgliederversammlung sind laut Veranstalter alle Programmteile frei zugänglich. Weitere Informationen finden sich ab Mai / Juni auf http://www.hayek.de

Programm der Veranstaltung: http://www.hayek.de/docs/2007/Programm_Hayek-Tage_2007.pdf

Memorandum 2007: Alternativen zur neoliberalen Wissenschaft

Ende April 2007 wird in Berlin das neue Gutachten der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik vorgestellt. Das jährlich erscheinende Memorandum ist das inoffizielle Gegengutachten zum Gutachten des Sachverständigenrats (den so genannten "5 Wirtschaftsweisen").

Die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, eine Arbeitsgemeinschaft von Ökonomen und Ökonominnen aus Ost- und Westdeutschland, orientiert sich an den Analysen von John Maynard Keynes und Karl Marx.

Neben der Kritik an der neoliberalen Politik im Allgemeinen und dem Aufzeigen von Alternativen ist im diesjährigen Memorandum wieder ein umfassendes Kapitel zum Thema aktuellen "Bildung" enthalten.

Zur Kurzfassung des letztjährigen Memorandums: http://www.memo.uni-bremen.de/docs/memo06-kurz.pdf

Marxismus-Konferenz in Berlin 20.-22. April 2007

Anfang des Jahres haben 17 Wissenschaftler, Publizisten und Politiker zu einer bundesweiten Marxismuskonferenz in Berlin aufgerufen. Die letzte dieser Art fand vor neun Jahren in Hannover statt. Das Thema lautet »Marxismus für das 21. Jahrhundert«. ( Siehe: http://www.marxismuskonferenz.de )

Im Aufruf heißt es unter anderem: »Entwicklungen in der Ökonomie und Politik des gegenwärtigen Kapitalismus erfordern eine ernsthafte Debatte unter Marxisten unterschiedlicher Richtungen und drängen nach theoretischer Verallgemeinerung. Entfesselte Konkurrenz, Massenarbeitslosigkeit, Lohndrückerei, prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse und soziale Polarisierung nehmen zu. Kriege sind wieder zum normalen Mittel der Politik geworden. Das Kapital kann eine Welt nach seinem ›eignen Bilde‹ nur deshalb schaffen, weil die Gegenkräfte schwach, zersplittert und desorientiert sind. Wir verstehen eine solche Tagung auch als Forum, um darüber zu diskutieren, wie diese Schwäche der Gegenkräfte überwunden und der Marxismus als Handlungsphilosophie progressiver Gesellschaftsgestaltung wieder Einfluß gewinnen kann.«

Die Marxismuskonferenz wird vom 20. bis 22. April an der Fachhochschule für Technik in Berlin-Wedding stattfinden. Vorgesehen sind Plenarveranstaltungen, Vorträge sowie Seminare. Auf fünf Plenarveranstaltungen sollen folgende Themen zur Diskussion stehen: Sozialismus im 21. Jahrhundert. Mit Keynes aus der Krise? Kampf um Demokratie und Menschenrechte. Für eine kämpferische Gewerkschaftsbewegung. Widerstand gegen Krieg und Ausbeutung. Außerdem soll es eine Reihe von Einzelvorträgen, unter anderem von Frigga Haug, Conrad Schuhler und von Annelies Laschitza geben.

In eigener Regie können Zeitschriften, Organisationen, Stiftungen und Wissenschaftler im Rahmen von Seminaren oder Podiumsgesprächen über ihre Ziele und Aktivitäten informieren bzw. Forschungsergebnisse und Positionen zur Diskussion stellen.


Hayek-Preis 2007 für Horst Siebert


"Bei uns werden Arbeitslose immer noch diskriminiert: die Gesetze schützen Job-Besitzer vor Wettbewerb durch Außenstehende." 
 Horst Siebert im Spiegel 35/2000; S. 89


Der Ökonom Horst Siebert bekam dieses Jahr den "Publizistik-Preis" der Friedrich August von Hayek Stiftung verliehen

Begründung des Kuratoriums:

"Horst Siebert wird für sein jahrzehntelanges öffentliches Eintreten für eine freiheitliche Wirtschaftsordnung auf nationaler wie auf internationaler  
 Ebene in Wissenschaft und Publizistik geehrt. Er hat sich in seinen Publikationen und Analysen für einen Mentalitätswandel zu mehr Freiheit und
 Wettbewerb im Sinne Hayeks eingesetzt.  Außerdem ist ihm immer wichtig gewesen, auch komplizierte Sachverhalte im Sinne Hayeks der Öffentlichkeit
 durch eine allgemein verständliche Sprache näherzubringen. Horst Siebert habe im Sinne Hayeks prägend im Sachverständigenrat mitgewirkt und so
 die freiheitliche Wirtschaftsordnung in Deutschland weiterentwickelt."

Die amtierenden Mitglieder des Kuratoriums sind:

- Lüder Gerken (Vorstand)

- Gert Haller (Vorstand)

- Roman Herzog (Vorsitz)

- Leszek Balcerowicz

- Frederik Bolkestein (siehe: Bolkestein Richtlinie )

- Lord Ralf Dahrendorf (Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft )

- Otmar Issing (Chefökonom der Europäsischen Zentralbank, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft, Internationaler Preis der Hayek Stiftung 2003)

- Jürgen Jeske

- Christoph Keese

- Hans Tietmeyer (Kuratoriumsvorsitzender der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft )

2006

► Mont Pelerin Society - Treffen 2006 in Guatemala

Die letzte große Tagung (General Meeting) der neoliberalen Mont-Pelerin-Gesellschaft (Societé Mont Pelerin) fand vom 5.- 9. November 2006 an der Universidad Francisco Marroquin (http://www.ffmnet.org/FFM5.htm ) in Guatemala statt. Siehe: http://www.mps2006.org/default.asp Siehe auch: http://www.institutconstant.ch/events.php


► Neoliberale Hayek-Tage im Juni 2006 in Erfurt

Am 22./23. Juni 2006 fand die Hayek-Tagung der Hayek Gesellschaft und der

Hayek Stiftung in Erfurt statt.


► EZLN regt Interkontinentales Treffen für 2006 an

Fast 10 Jahre nach dem ersten interkontinentalen Treffen für eine menschliche Gesellschaft und gegen den Neoliberalismus hat die EZLN (http://www.ezln.org/) aus dem mexikanischen Chiapas ein interkontinentales Treffen globalisierungskritischer Menschen für 2006 angeregt.

Siehe auch: [1] (http://www.chiapas.ch/?artikel_ID=546&start=0&j=10)

Informationen zur EZLN siehe auch auf der homepage der Gruppe Basta Münster (http://www.gruppe-basta.de/)


► Februar 2006: Demonstration gegen "Bolkestein-Richtlinie" in Straßburg

http://www.attac.de/aktuell/presse/presse_ausgabe.php?id=512

Die Bolkestein-Richtlinie gilt als bedeutendstes EU-Projekt seit Einführung des Euro. Sie geht auf den ehemaligen EU-Kommisar Frederik (Frits) Bolkestein zurück.

Mit der Richtlinie wird letztlich Konzernen Lohn- und Sozialdumping und das Unterlaufen von Arbeits-, Umwelt- und Verbraucherschutz erleichtert. In vielen Bereichen wie z.B. dem Bildungswesen wird die Richtlinie verheerende Folgen haben.

Norbert Hocke vom GEW-Bundesvorstand wies auf die Gefahren der Deregulierung hin. Sogar öffentliche Fördermaßnahmen zur Unterstützung benachteiligter und sozial gefährdeter Jugendlicher könnten als verbotene Subvention bewertet werden, wenn sich kommerzielle Anbieter von Freizeitangeboten "diskriminiert" fühlen,

Das Prinzip der Gemeinnützigkeit freier Träger in der Kinderbetreuung könnte nicht mehr aufrecht erhalten werden. Privatwirtschaftliche kommerziell orientierte Betreiber von Kindertagesstätten hätten den gleichen Anspruch auf kommunale Zuschüsse. Die durch die Richtlinie verstärkten Marktzwänge werden dazu führen, dass sich tendenziell Anbieter aus den Ländern mit den niedrigsten Standards durchsetzen werden.

Die Bolkestein-Richtlinie soll im Februar im Europaparlament in Straßburg verabschiedet werden. Zuzeit laufen die Vorbereitungen für eine Gegendemonstration. ( siehe Attac-Seite: http://www.attac.de/bolkestein/index.php )


2005


► 7. Dezember 2005 - "Aktionsrat Bildung" will Reformdruck auf Politik erhöhen: "Alle Möglichkeiten der Deregulierung ausschöpfen"

Auf Initiative der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) wurde ein bundesweiter "Aktionsrat Bildung" gegründet, wie die Initiative am 7. Dezember in Berlin bekanntgab. (Siehe: http://www.presseportal.de/story_rss.htx?nr=759018)

"Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir den Reformdruck in der Bildungspolitik dringend erhöhen müssen und dafür unabhängige Experten benötigen.", sagte Randolf Rodenstock, Vorsitzender der vbw (und Mitglied der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) und weiter: "Unser Ziel ist es, eine Art Bildungsrevolution anzuzetteln." Die angepeilte Bildungsrevolution entspricht dem neoliberalen Zeitgeist:

Das Land müsse im Bildungsbereich alle Möglichkeiten der Deregulierung ausschöpfen und den Staat in seine Aufsichtsfunktion zurückdrängen, so Rodenstock.

Siehe auch der Artikel von Jeanette Goddar in der Zeitschrift "Das Parlament" (http://www.das-parlament.de/2004/47/JugendimDialog/003.html)


Mitglieder des Bildungsrates sind:

Professor Dr. Blossfeld, Universität Bamberg

Professor Dr. Professor Dr. Bos, Institut für Schulentwicklung (IfS),Dortmund, Leiter der IGLU-Studie

Professor Dr.Ulrich Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin, Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Professor Dr.Müller-Böling, Direktor des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) (http://www.che.de/) der Bertelsmann-Stiftung (http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-0A000F0A-59982C61/bst/hs.xsl/1595.htm)

Professor Dr. Oelkers, Universität Zürich

Professor Dr. Prenzel, Direktor des IPN - Leibnitz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und PISA-Koordinator für Deutschland

Dr. Wößmann, ifo-Institut für Wirtschaftsforschung


► 29.11.2005 "Die Überflüssigen zu Besuch bei der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Inzwischen regt sich aktiver Widerstand gegen die neoliberale Propaganda der INSM: Die Veranstaltung "Reformer des Jahres" in Berlin wurde von "den Überflüssigen" (http://www.ueberfluessig.tk/) unterbrochen:

Plötzlich waren sie da. Die „Überflüssigen“ platzten am Dienstag, den 29.11.2005 in die Inszenierung des Unternehmerverbandes Gesamtmetall zur Wahl des „Reformer des Jahres“. Dort verliehen sie den Preis für die „teuerste, dreisteste und dümmste Propaganda des Jahres“. Als Gewinner wurde Gesamtmetall für die Erfindung der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) prämiert. Das gelungene Intermezzo wurde bei Phoenix live deutschlandweit ausgestrahlt und weltweit übers Internet gestreamt. Mehr bei indymedia (http://germany.indymedia.org/2005/11/134063.shtml). Homework Help (http://www.superiorpapers.com/homework.php)

► 25. Juli 2005 - Neosprech beim Sozialforum in Erfurt

Die neosprech-Gruppe war mit einer Veranstaltung beim Sozialforum in Erfurt (http://www.sozialforum2005.de/ www.sozialforum2005.de Erfurt) vertreten: Die dort gehaltenen Vorträge stehen unter Sozialforum Erfurt 2005

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