Neoliberale Zitate

aus Neosprech, der Informationsseite über die Sprache des Neoliberalismus

»Der Wettbewerb, jenes Prinzip von Vorstoß und Verfolgung, also die Jagd nach der möglichst besten und preiswertesten Lösung, ist das Zentrum des marktwirtschaftlichen Leitbildes. Beim Sport hat niemand Probleme damit. Das Prinzip, stets der höheren und besseren Leistung nachzujagen, wird dort allgemein akzeptiert. Da geht es um Zentimeter und Tausendstelsekunden. Das Publikum spendet brausenden Beifall. Nie käme es auf den Gedanken, dem Letztplatzierten etwa deswegen zu applaudieren, weil es sich um einen Alleinerzieher mit psychosozialen Problemen handelt. Beim Kampf um die sportliche Höchstleistung wird kein Pardon gegeben«

Peter Gillies 2000: markwirtschaft.de. Bad Homburg


"Die soziale Marktwirtschaft vertraut auf den marktwirtschaftlichen Anpassungsprozeß, ist also im Kern Kapitalismus und nichts anderes."

 Otto Graf Lambsdorff: Vorsicht, Besitzstandswahrer! In: Die Welt, 20.6. 2005, S. 10


„Der Begriff ‚Freiheit‛ klingt nach beschwörender Sonntagsrede. Auf die Wirtschaft angewendet, ergeben sich jedoch aus dem abstrakten Prinzip sehr konkrete Freiheiten: Jedermann soll – innerhalb eines festgelegten Ordnungsrahmens – einen Beruf oder ein Gewerbe seiner Wahl ausüben dürfen; Anbieter und Nachfrager begegnen sich in einem freien, aber fairen Wettbewerb. Auch die Preise sollen sich frei und ohne staatlichen Einfluss am Markt bilden; jedermann mag sich seine Ausbildung, seinen Wohnort und seinen Arbeitsplatz wählen.“

Randolf Rodenstock 2001: Chancen für Alle - Die Neue Soziale Marktwirtschaft. Köln, S. 33


"Bei uns werden Arbeitslose immer noch diskriminiert: die Gesetze schützen Job-Besitzer vor Wettbewerb durch Außenstehende."

Horst Siebert im Spiegel 35/2000; S. 89
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