Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft

aus Neosprech, der Informationsseite über die Sprache des Neoliberalismus

Die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft e. V. (ASM) mit Sitz in der Tübinger Mohlstraße 26, wurde 1953 als eine überparteiliche Vereinigung von Wissenschaftlern, Unternehmern, Verbänden und Privatpersonen gegründet (im Internet: http://www.asm-ev.de ). Die ASM ist ein neoliberaler Think-Tank und beruft sich auf die Grundlagen des Ordoliberalismus (bzw. Neoliberalismus).

Es bestehen Verbindungen zur neoliberalen Mont-Pélerin-Gesellschaft.

Ihr Ziel war und ist nach eigenen Angaben, die Soziale Marktwirtschaft als "freie und humane Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung" zu verwirklichen. Der Freiheit des Individuums zu Meinungsäußerung und politischer Betätigung wird die Freiheit zum wirtschaftlichen Engagement gleichgestellt.

Die ASM engagiert sich für den Schutz und die Förderung des Privateigentums, die Entscheidungsfreiheit des Unternehmers und den Leistungswettbewerb. Dies betrachtet die ASM als Grundlage einer gerechten Gesellschaft.

Die Soziale Marktwirtschaft soll die Freiheit auf dem Markt mit dem sozialen Ausgleich verbinden.

Sozialer Fortschritt ist jedoch laut ASM nur durch Marktkräfte möglich. Der einzelne Mensch soll geschützt werden, aber es wird Wert auf Eigenverantwortung gelegt.

Die ASM erhebt nach eigenen Angaben überall dort ihre Stimme, wo der "ordnungspolitische Rahmen durch politische Maßnahmen eingeengt, ersetzt oder gar zerstört wird."

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Aktivität ist die wirtschaftliche Ausbildung der jungen Generation in Deutschland. Als verantwortlich handelnde Bürger können demnach nur Menschen auftreten, die über ökonomische Sachverhalte informiert sind und Urteilskraft besitzen. Dafür entwickelte die ASM am Tübinger Lehrstuhl von Professor Joachim Starbatty das Computer-Planspiel MACRO mit dem Ziel, es auch in gymnasialen Lehrplänen zu verankern. In dem Planspiel werden weitgehend marktliberale Annahmen als natürliche Grundlagen der Wirtschaftsordnung dargestellt (im Internet: http://www.macro-planspiel.de, sowie http://www.lehrerfortbildung-bw.de/faecher/gkg/gymgk/oekonomie/macro ).

Daneben befasst sich die ASM auch mit dem Transformationsprozess in den mittel- und osteuropäischen Ländern sowie der Erweiterung und Vertiefung der Europäischen Integration.

Gemäß ihrer Satzung setzt sich die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft aus den Organen Vorstand und Mitgliederversammlung zusammen. Der wissenschaftliche Beirat berät die ASM in wissenschaftlichen und strategischen Fragen. Die Geschäftsführer leiten die Geschäftsstelle in Tübingen. Es gibt vielfältigste Querverbindungen zu anderen neoliberalen Think-Tanks, sowie zur Europäischen Zentralbank und zum Bundeswirtschaftsministerium (siehe unten).


Vorstand der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft (Stand Dezember 2007):

  • Professor Dr. Dr. h.c. Joachim Starbatty, Vorsitzender des Vorstandes, Tübingen
  • Professor Dr. Rolf Hasse, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, Leipzig
  • Dr. Dieter Spiess, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, Kleinkarlbach
  • Dr. Hans D. Barbier, Frankfurt am Main (Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung und Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Publizistik-Preis der Hayek Stiftung 2001)
  • Dr. Erich Lange, Heidelberg
  • Wolfgang Marguerre, Heidelberg
  • Professor Dr. Friedrich Reutner, Heidelberg
  • Dr. Bernd W. Voss, Frankfurt am Main

Die Mitgliederversammlung wird einmal im Jahr einberufen. Unter anderem genehmigt sie den Geschäftsbericht und den Jahresabschluss der ASM. Zudem regt sie zukünftige Projekte an und wirkt bei der strategischen Ausrichtung mit.

Wissenschaftlicher Beirat:

Geschäftsfüherinnen

  • Sylvia Bytow
  • Sara Warneke

Ehemalige Geschäftsführer (chronologisch absteigend)

  • Jens Brammen
  • Andreas Schneider
  • Dr. Axel Stühmer
  • Dr. Jan Hegner
  • Dr. Hans-Hendrik Puvogel
  • Wolfgang Frickhöffer
'Persönliche Werkzeuge